Lass mal Grün machen- Ausgabe 2-2026

SELBSTVERSORGER Tomaten vom Strauch naschen, schnell noch eine Zucchini ernten und dazu ein paar Paprika aus dem Hochbeet – manchmal reicht schon ein kurzer Gang in den Garten oder auf den Balkon, um die wichtigsten Zutaten fürs Abendessen zusammenzuhaben. Genau das macht den Reiz von selbst angebautem Gemüse aus: Es ist frisch, unkompliziert und landet ohne lange Wege direkt auf dem Teller. Besonders Tomaten, Zucchini und Paprika gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten im eigenen Anbau. Sie lassen sich vielseitig verwenden, liefern im Sommer oft reichlich Ernte und machen aus wenigen Pflanzen schnell ein kleines Selbstversorger-Projekt. Tomaten gehören dabei zu den absoluten Klassikern. Sie lieben Sonne und Wärme und fühlen sich an geschützten Plätzen besonders wohl – egal ob im Beet, Gewächshaus oder großen Topf auf dem Balkon. Wer regelmäßig gießt und die Pflanzen stützt, kann sich oft über viele Wochen frische Früchte freuen. Und kaum etwas schmeckt mehr nach Sommer als eine warme Tomate direkt von der Pflanze. Zucchini sind dagegen echte Erntewunder. Schon eine oder zwei Pflanzen reichen oft aus, um den ganzen Sommer über immer wieder frisches Gemüse ernten zu können. Sie brauchen etwas Platz, nährstoffreiche Erde und regelmäßige Wassergaben, wachsen dafür aber angenehm unkompliziert. Besonders aromatisch bleiben die Früchte, wenn sie eher klein geerntet werden. Paprika brauchen zwar etwas mehr Geduld, belohnen die Mühe dafür aber mit kräftigen Farben und süßem Aroma. An sonnigen, warmen Standorten entwickeln sich die Pflanzen besonders gut. Wer sie gleichmäßig gießt und auf nährstoffreiche Erde achtet, kann sich schon bald über knackige Früchte freuen. Das Beste daran: Aus der eigenen Ernte entstehen oft die einfachsten und gleichzeitig leckersten Gerichte. Und manchmal reicht tatsächlich ein kurzer Gang in den Garten oder auf den Balkon, um die wichtigsten Zutaten für das Abendessen zusammenzupflücken. 3 Kräuter - 30 Rezepte AROMEN, DIE ALLES ÄNDERN Drei Kräuter, drei Charaktere, unzählige Möglichkeiten: Basilikum bringt Frische, Rosmarin Tiefe und Minze Leichtigkeit in Küche und Garten. Wer sie richtig einsetzt, verwandelt mit wenig Aufwand alltägliche Gerichte in echte Aromahighlights. Frisch geerntet aus Beet oder Topf verleihen sie Salaten, Ofengerichten, Dips oder Getränken sofort eine neue Richtung. Basilikum sorgt für mediterrane Frische, Rosmarin für würzige Tiefe und Minze für leichte Sommeraromen. Oft reichen schon ein paar Blätter oder Zweige aus, um einfache Gerichte deutlich aromatischer wirken zu lassen. Fotos: AdobeStock (5), ChatGPT (1), Panthermedia (1), magnific (1) 12 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 Tomate, Zucchini, Paprika Pflück dir dein Abendessen DREI DINGE, DIE MAN SICH MERKEN SOLLTE 1 Fruchtgemüse liebt mindestens sechs Stunden Sonne täglich. 2 Kompost ist kein Extra – sondern das Fundament. 3 Regelmäßiges Ernten regt die Pflanze zu neuer Fruchtbildung an. Kleine Steckbriefe BASILIKUM Basilikum ist der Inbegriff des Sommers: weich, aromatisch und leicht süßlich-pfeffrig im Geschmack. Vor allem in der mediterranen Küche gehört das Kraut zu den absoluten Klassikern und passt hervorragend zu Pasta, Pizza, Tomaten, Zucchini und frischen Dips. Damit sein feines Aroma erhalten bleibt, sollte Basilikum möglichst roh verwendet oder erst kurz vor dem Servieren zu warmen Speisen gegeben werden. Rezeptideen: 1 Basilikum-Pesto zu Pasta oder frischem Brot 2 TomatenMozzarella mit Basilikum 3 Tomatensuppe mit Basilikum 4 Pasta mit einer Zitronen-Basilikum-Sauce 5 Zucchini-Spaghetti mit Knoblauch und Basilikum 6 Erdbeer-Basilikum-Eistee 7 Pizzafladen mit Basilikum und frischen Tomaten 8 Wassermelone mit Feta und Basilikum 9 Bruschetta mit Tomaten und Basilikum 10 Kräuterbutter mit Basilikum ROSMARIN Mit seinem intensiven, würzigen Aroma bringt Rosmarin sofort mediterranes Flair in die Küche. Das robuste Kraut eignet sich besonders für deftige Gerichte und passt hervorragend zu Fleisch und Fisch, Kartoffeln oder Ofengemüse. Im Garten liebt Rosmarin sonnige, eher trockene Plätze und darf in der Küche – anders als viele zarte Kräuter – problemlos mitgaren. Da Rosmarin hitzebeständig ist, kann sich sein kräftiges Aroma beim Kochen und Braten besonders gut entfalten. Rezeptideen: 11 Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen 12 Rosmarinöl für Gemüse oder Brot 13 Focaccia mit Rosmarin und Meersalz 14 Grillpfirsiche mit Honig und Rosmarin 15 Zitronen-Rosmarin-Salz 16 Rosmarin-Spaghetti 17 Ziegenkäse mit Rosmarin und Honig 18 Rosmarin-Hähnchen aus dem Ofen 19 Rosmarin-Knoblauch-Marinade 20 Rosmarin-Parmesan-Popcorn GRÜNE MINZE Kaum ein Kraut wirkt so erfrischend wie Grüne Minze. Ihr leicht süßlicher, angenehm kühler Geschmack passt besonders gut zu sommerlichen Getränken, frischen Salaten oder leichten Dips. Schon wenige Blätter verleihen Speisen und Getränken eine frische Note. Damit ihr feines Aroma erhalten bleibt, sollte Grüne Minze möglichst frisch verwendet und erst kurz vor dem Servieren ergänzt werden. Rezeptideen: 21 Minzjoghurt als Dip zu Gemüse oder Gegrilltem 22 Erfrischendes Zitronen-Minz-Wasser 23 Couscous-Salat mit Gurke, Zitrone und Minze 24 Gurkensalat mit Minze und Joghurt 25 Melonensalat mit Minze und Limette 26 Minzpesto zu Pasta oder Brot 27 Omelett mit Ricotta und Minze 28 Minzdressing für Sommersalate 29 Erbsen-MinzeSuppe 30 Spaghetti mit Lachs und Zitronen-Minz-Soße AROMA-TIPP Kräuter am besten am Vormittag ernten, wenn der Tau abgetrocknet ist und die Blätter besonders aromatisch sind. Zarte Kräuter wie Basilikum oder Minze kommen idealerweise erst kurz vor dem Servieren ins Gericht, während robuste Sorten wie Rosmarin auch beim Mitgaren Geschmack abgeben. SELBSTVERSORGER 13 TOMATE – DIE SONNENANBETERIN Die Tomate ist die Diva mit Herz. Sie liebt geschützte, warme Plätze und möchte bitte nicht von oben gegossen werden – Regen auf den Blättern? Nein, danke. STANDORT: Sonnig & warm BESONDERHEIT: Liefert über Wochen frische Früchte IDEAL FÜR: Pasta, Salate, Bruschetta & Snacks TIPP: Regelmäßig ausgeizen, damit die Kraft in die Früchte geht. Ein bisschen Disziplin zahlt sich aus! Und: Reife Früchte entwickeln ihr volles Aroma erst kurz vor der Ernte. NICE TO KNOW: Botanisch ist die Tomate tatsächlich eine Beere. Klingt süß – schmeckt auch so. PAPRIKA – DIE GEDULDIGE Paprika braucht Wärme. Und Geduld. Und noch ein bisschen Geduld. Doch dann leuchten ihre Früchte wie kleine Laternen im Beet. STANDORT: Warm, sonnig & geschützt BESONDERHEIT: Braucht Geduld, belohnt dafür mit süßem Aroma PASST ZU: Grillgerichten, Salaten & mediterraner Küche TIPP:Die erste Blüte entfernen – das fördert eine kräftigere Pflanze und mehr Ertrag. Mit zunehmender Reife wird das Aroma meist süßer und intensiver. NICE TO KNOW: Grüne Paprika sind einfach unreif geerntete Früchte. Mit Zeit werden sie süßer und aromatischer. ZUCCHINI – DIE UNAUFHALTSAME Ein einziges Pflänzchen reicht oft völlig aus. Wirklich. Zucchini sind produktiv wie ein kleines Kraftwerk. STANDORT: Sonnig mit nährstoffreicher Erde BESONDERHEIT: Sehr ertragreich – oft reicht schon eine Pflanze PASST ZU: Gemüsepfannen, Grillgerichten & Ofengemüse TIPP: Jung ernten, solange die Früchte noch zart sind. Sonst werden sie schnell… sagen wir: beeindruckend groß. NICE TO KNOW: Auch die Blüten sind essbar – gefüllt und gebacken ein echtes Sommerhighlight.

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