11 KATEGORIE 1 BLUMENERDE MIT TON Blumenerde mit Ton eignet sich ideal für Balkonpflanzen, Blumenbeete und Kübelpflanzen. Durch den enthaltenen Ton kann Wasser besonders gut gespeichert und bei Bedarf wieder an die Pflanzen abgegeben werden. Gleichzeitig werden Nährstoffe länger gebunden, wodurch die Pflanzen gleichmäßig versorgt werden. Das sorgt für kräftiges Wachstum, intensive Blütenfarben und eine längere Blühdauer – besonders an warmen Sommertagen ein großer Vorteil. 2 PFLANZERDE MIT TON Pflanzerde mit Ton bietet optimale Voraussetzungen für Stauden, Gehölze, Hecken und größere Pflanzungen im Garten. Die stabile Struktur verbessert die Wasser- und Nährstoffspeicherung und unterstützt eine gesunde Wurzelentwicklung. Dank ihrer lockeren Zusammensetzung bleibt der Boden gut durchlüftet und verhindert Staunässe. Besonders nach dem Einpflanzen hilft sie den Pflanzen dabei, schnell anzuwachsen und sich dauerhaft gesund zu entwickeln. 3 BIO ERDE TORFFREI Torffreie Bio Erde steht für nachhaltiges und umweltbewusstes Gärtnern. Sie wird ohne Torf hergestellt und schont dadurch wertvolle Moorlandschaften und das Klima. Hochwertige natürliche Rohstoffe sorgen dennoch für eine lockere Struktur, gute Wasserspeicherung und eine zuverlässige Nährstoffversorgung. Die Erde eignet sich hervorragend für Blumen, Gemüse und Kräuter und unterstützt ein gesundes Pflanzenwachstum auf natürliche Weise. 4 KRÄUTER- & AUSSAATERDE Kräuter- & Aussaaterde ist speziell auf die Bedürfnisse empfindlicher Jungpflanzen und Kräuter abgestimmt. Die feine, lockere Struktur erleichtert das Anwachsen und fördert eine schnelle Keimung von Samen. Gleichzeitig enthält die Erde nur eine moderate Menge an Nährstoffen, damit junge Pflanzen kräftige Wurzeln entwickeln können. Ideal für die Anzucht auf der Fensterbank, im Gewächshaus oder im Hochbeet. 5 TOMATENERDE TORFFREI Tomatenerde torffrei wurde speziell für stark zehrende Gemüsepflanzen wie Tomaten, Paprika oder Gurken entwickelt. Die nährstoffreiche Zusammensetzung unterstützt ein gesundes Wachstum sowie die Ausbildung aromatischer Früchte. Gleichzeitig sorgt die lockere Struktur für eine gute Durchlüftung der Wurzeln und eine gleichmäßige Wasserversorgung. Durch den Verzicht auf Torf ist die Erde zudem besonders nachhaltig und umweltschonend. ERDE IM TOPF – WARUM KÜBELPFLANZEN BESONDERE ANSPRÜCHE HABEN Während Gartenpflanzen ihre Wurzeln weit ausbreiten können, steht Kübel- und Balkonpflanzen nur ein begrenzter Wurzelraum zur Verfügung. Deshalb kommt der richtigen Erde im Topf eine besondere Bedeutung zu. Sie muss nicht nur Nährstoffe liefern, sondern auch Wasser speichern und gleichzeitig für ausreichend Luft an den Wurzeln sorgen. WARUM GARTENERDE IM TOPF KEINE GUTE WAHL IST Was im Beet funktioniert, kann im Pflanzgefäß schnell zum Problem werden. Gartenerde ist oft zu schwer und verdichtet sich im Topf mit der Zeit. Dadurch kann überschüssiges Wasser schlechter ablaufen, während die Wurzeln nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Staunässe und Wurzelfäule sind häufig die Folge. Spezielle Pflanz- oder Kübelpflanzenerden sind dagegen so zusammengesetzt, dass sie eine lockere Struktur behalten und die Wurzeln optimal versorgen. DIE RICHTIGE ERDE FÜR JEDE PFLANZE Nicht jede Pflanze hat die gleichen Ansprüche. Während mediterrane Kräuter eher durchlässige Substrate bevorzugen, benötigen Balkonblumen und viele Kübelpflanzen eine Erde mit guter Wasser- und Nährstoffspeicherung. Bewährte Spezialerden sind beispielsweise: • Blumenerde für Balkonkästen und Sommerblumen • Kräutererde für mediterrane Pflanzen • Tomaten- und Gemüseerde für Naschbalkone • Rhododendron- oder Hortensienerde für kalkempfindliche Arten DRAINAGE NICHT VERGESSEN Besonders bei großen Kübeln ist eine Drainageschicht sinnvoll. Blähton, Kies oder Tonscherben am Topfboden verhindern, dass sich Wasser staut. Wichtig ist außerdem, dass das Pflanzgefäß über ausreichend Abzugslöcher verfügt. WANN SOLLTE ERDE AUSGETAUSCHT WERDEN? Mit der Zeit verbrauchen Pflanzen die enthaltenen Nährstoffe, außerdem verdichtet sich das Substrat. Balkonkästen und stark zehrende Kübelpflanzen profitieren deshalb von frischer Erde zu Beginn jeder Gartensaison. Bei größeren Kübelpflanzen genügt es oft, die obere Erdschicht auszutauschen und bei Bedarf nachzudüngen. Spätestens alle zwei bis drei Jahre sollte jedoch ein vollständiges Umtopfen erfolgen. 10 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 Tonanteile verbessern die Wasser- und Nährstoffspeicherung. Kräuter benötigen meist nährstoffärmere Erde als Blühpflanzen oder Gemüse. Tomaten bevorzugen lockere, nährstoffreiche und gut durchlüftete Erde. Die richtige Erde kann die Blüh- und Ernteergebnisse deutlich verbessern. NICE TO KNOW Ob blühende Beete, kräftige Gemüsepflanzen oder dauerhaft gesunde Kübelpflanzen – die passende Erde bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Garten. Denn Erde ist weit mehr als nur „Dreck“: Sie versorgt Pflanzen mit Nährstoffen, speichert Wasser, sorgt für Stabilität und schafft die besten Bedingungen für ein gesundes Wurzelwachstum. Doch Erde ist nicht gleich Erde. Je nach Pflanze und Einsatzbereich gibt es große Unterschiede in Zusammensetzung, Struktur und Nährstoffgehalt. Während Blumen- und Pflanzerden besonders vielseitig einsetzbar sind, bieten Spezialerden – etwa für Rosen, Gemüse, Rhododendren oder Kräuter – gezielte Vorteile für bestimmte Pflanzenarten. Auch torffreie und nachhaltige Erden gewinnen zunehmend an Bedeutung und überzeugen durch Umweltfreundlichkeit sowie hohe Qualität. Ob Garten, Balkon oder Terrasse – die richtige Erde bildet die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum. Der folgende Überblick zeigt, welche Erden erhältlich sind, worin ihre Besonderheiten liegen und welche Vorteile die unterschiedlichen Mischungen bieten. DIE RICHTIGE ERDE – die Grundlage für gesundes Wachstum WELCHER BODENTYP STECKT IN IHREM GARTEN Ob Pflanzen gut wachsen, Wasser gespeichert wird oder Nährstoffe verfügbar sind, hängt maßgeblich von der Bodenbeschaffenheit ab. Mit einem einfachen Handtest lässt sich schnell feststellen, ob der Gartenboden überwiegend sandig, lehmig oder humos ist. So funktioniert der Bodentest: Nehmen Sie eine Handvoll leicht feuchte Erde und versuchen Sie, daraus eine Kugel oder eine kleine Rolle zu formen. • Sandiger Boden lässt sich kaum formen und zerfällt sofort wieder. Er speichert Wasser nur schlecht, erwärmt sich dafür aber schnell. • Lehmiger Boden fühlt sich geschmeidig an und lässt sich gut zu einer Rolle formen. Er kann Wasser und Nährstoffe besonders gut speichern und gilt als idealer Gartenboden. • Humoser Boden ist dunkel, krümelig und locker. Er enthält viel organische Substanz und bietet optimale Bedingungen für Bodenlebewesen und Pflanzenwurzeln. Was bedeutet das für die Gartenpflege? Sandige Böden profitieren von Kompost oder hochwertiger Pflanzerde, die die Wasserspeicherung verbessert. Schwere, lehmige Böden können durch Sand und organisches Material aufgelockert werden. Humose Böden sollten regelmäßig mit Kompost versorgt werden, um ihre Fruchtbarkeit langfristig zu erhalten. Extra-Tipp: Nach Regen verrät der Boden viel über seine Beschaffenheit: Bleiben Pfützen stehen, ist er oft verdichtet oder lehmig. Versickert das Wasser schnell, weist das auf einen hohen Sandanteil hin. DIY TIPP Patzer Erden GmbH Erdenwerk Tantau 1 2 3 4 5 Fotos: AdobeStock (1), magnific (1), NBB egesa Gartencenter GmbH (5) GARTENPFLEGE
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