Lass mal Grün machen- Ausgabe 2-2026

GRÜN LASS MAL Ausgabe 2/2026 SELBSTVERSORGER AUFGEPASST GEMÜSE, KRÄUTER & SALATE – FRISCHE IDEEN FÜR DEN SOMMER HORTENSIEN BLÜTENPRACHT FÜR DEN SOMMERGARTEN GARTEN WIRD WOHNZIMMER SO WERDEN TERRASSE UND BALKON ZU ECHTEN LIEBLINGSPLÄTZEN

2 3 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 I N H A L T S VERZEICHNIS 20 Titel: AdobeStock (1) | Fotos: Nicole Müller (1), AdobeStock (1), Magnific (1), Heinje (1) | Hinweis: Einige Texte wurden unter Verwendung von Künstlicher Intelligenz (z. B. ChatGPT) erstellt und redaktionell geprüft und bearbeitet. HALLO LIEBE LESERINNEN- UND NATÜRLICH LIEBE LESER! 24 26 HORTENSIEN BLÜTENPRACHT DEKO MIT DUFT 6 Der Sommer zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die Tage sind lang, die Abende mild und Garten, Balkon oder Terrasse werden wieder zum Mittelpunkt des Lebens im Freien. Jetzt ist die Zeit, in der draußen gegessen, entspannt, gegärtnert und genossen wird. Passend dazu dreht sich in dieser Ausgabe vieles um die Frage, wie sich der Sommer im eigenen grünen Umfeld noch schöner gestalten lässt. Freuen Sie sich auf blühende Pflanzen, die Farbe in Beete, Kübel und Balkonkästen bringen, und erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten zu einem wertvollen Lebensraum für Bienen und andere Insekten machen können. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Terrasse, Balkon oder Garten mit einfachen Ideen zu gemütlichen Wohlfühlorten werden. Auch Selbstversorger kommen auf ihre Kosten. Ob frische Kräuter, knackige Salate oder Gemüse aus dem eigenen Anbau – schon kleine Erfolge machen Lust auf mehr und zeigen, wie viel Freude das Gärtnern bereiten kann. Passend dazu erwarten Sie sommerliche Genussideen und kreative Inspirationen für die Verwendung Ihrer Ernte. Natürlich kommen auch praktische Tipps nicht zu kurz. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten in trockenen Sommerwochen optimal bewässern und was Ihren Rasen jetzt kräftig und gesund hält. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen, viele neue Ideen für Ihren grünen Lieblingsplatz und einen wunderbaren Sommer voller Genuss, Entspannung und schöner Gartenmomente. IHR TEAM „GRÜN“ PROMI TALK MIT KATRIN ISKAM GARTEN WIRD WOHNZIMMER IM GARTEN 4 MEHR BLÜTEN, MEHR BIENEN, MEHR WOW! 26 HORTENSIEN BLÜTENPRACHT FÜR DEN SOMMERGARTEN WOHNEN & DEKORIEREN 6 GARTEN WIRD WOHNZIMMER OUTDOOR-MÖBEL & PFLANZEN IM STYLE-MIX 8 OUTDOOR-KISSEN & DIY BOHO IDEEN 14 60 MINUTEN MAKE OVER VOM GELÄNDER ZUR WOHLFÜHLOASE 20 DEKO MIT DUFT LAVENDEL, ZITRONENVERBENE & CO. ALS STIMMUNGSMACHER SELBSTVERSORGER 12 TOMATE, ZUCCHINI, PAPRIKA PFLÜCK DIR DEIN ABENDESSEN! 13 3 KRÄUTER, 30 REZEPTE AROMEN, DIE ALLES ÄNDERN 16 SALATBAR AM BALKONGELÄNDER 17 PESTO-PARTY IM GARTEN FRISCH GERÜHRT, DIREKT SERVIERT 18 KRÄUTER DIYS 27 OBSTBÄUME PFLANZEN FÜR EINE REICHE ERNTE GARTENPFLEGE 10 DIE RICHTIGE ERDE DIE GRUNDLAGE FÜR GESUNDES WACHSTUM 15 WASSER MARSCH! SMARTE BEWÄSSERUNG FÜR DURSTIGE MONATE 22 GRÜNER TRAUMRASEN SO BLEIBT ER SATT BIS SEPTEMBER PROMI-TALK 24 GARTEN-PROMI-TALK MIT KATRIN ISKAM

KATEGORIE Blütenreiche Gärten und Balkone sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch wichtige Nahrungsquellen für Bienen. Gerade in den Sommermonaten finden viele Honig- und Wildbienen oft zu wenig Nahrung. Wer auf eine abwechslungsreiche und langanhaltende Blüte setzt, schafft nicht nur wertvolle Nahrungsquellen für Bestäuber, sondern bringt gleichzeitig mehr Farbe und Leben in den Außenbereich. Besonders wichtig ist ein durchgehendes Blütenangebot vom Frühjahr bis in den Herbst. Während im Frühling Obstbäume und Frühblüher reichlich Nahrung bieten, entstehen später häufig längere blütenarme Phasen. Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeiten helfen dabei, diese Lücken zu schließen und sorgen gleichzeitig für ein dauerhaft farbenfrohes Blütenbild. Entscheidend sind dabei ungefüllte Blüten. Sie enthalten reichlich Pollen und Nektar und sind für Bienen gut erreichbar. Gefüllte Blüten sehen zwar üppig aus, bieten vielen Bestäubern jedoch kaum Nahrung. Ideal für bienenfreundliche Pflanzungen sind Lavendel, Salbei, Katzenminze, Sonnenhut oder Astern. Auch Kräuter wie Oregano, Thymian oder Schnittlauch werden schnell zu echten Bienenmagneten und lassen sich perfekt in Balkonkästen, Hochbeeten oder Kübeln integrieren. 5 EINFACHE TIPPS FÜR MEHR BLÜTEN & MEHR BIENEN • Pflanzen mit unterschiedlichen Blühzeiten kombinieren • Ungefüllte Blüten bevorzugen • Kräuter blühen lassen statt sofort ernten • Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten • Eine kleine Wasserstelle für Insekten aufstellen Wer verschiedene Höhen, lockere Gräser und natürliche Pflanzkombinationen miteinander verbindet, schafft zusätzlich einen lebendigen Außenbereich voller Farbe, Bewegung und sommerlicher Atmosphäre. 4 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 Fotos: Adobe Stock (2), Pexels (1), GreenSolutions (1), Smarterpix (1), Christina Bigus (1), magnific (1) GARTEN ALS OASE FÜR INSEKTEN Nicht nur Bienen profitieren von einem blütenreichen Garten. Auch Schmetterlinge, Käfer und viele andere Insekten werden von abwechslungsreichen Gartenbereichen angezogen. Besonders wertvoll ist die Kombination von blühenden Pflanzen, wilden Strukturen und einer möglichst naturnahen Gestaltung. Während lang blühende Stauden und Sommerblumen Nahrung liefern, dienen trockene Stängel, kleine Holzstapel oder wilde Gartenecken vielen Insekten als Unterschlupf und Überwinterungsort. Gerade etwas weniger „perfekte“ Bereiche machen dabei oft den Unterschied. Nicht jede Ecke muss ständig aufgeräumt oder vollständig zurückgeschnitten werden. Verblühte Stauden, liegengelassenes Laub oder kleine Naturbereiche bringen Leben in den Garten und schaffen wertvolle Rückzugsorte. Besonders heimische Blühpflanzen locken viele Insekten an und bringen zusätzlich mehr Vielfalt in den Garten. Ergänzt durch Kräuter, Gräser und lockere Pflanzungen entsteht ein lebendiges Gesamtbild mit natürlicher Wirkung. SO WIRD DER GARTEN ZUR INSEKTENOASE • Heimische Pflanzen integrieren • Wilde Ecken bewusst zulassen • Verblühte Stauden über den Winter stehen lassen • Kleine Holz- oder Steinhaufen schaffen • Wasserstellen mit Landehilfe anlegen Ein weiterer Vorteil: Naturnahe Gärten wirken oft lebendiger und entspannter. Statt streng geplanter Flächen entsteht ein abwechslungsreiches Gesamtbild mit Bewegung, Farben und vielen kleinen Naturmomenten. BLÜHEN OHNE LIMIT: DAUERBLÜHER FÜR BEET & TOPF Wer möglichst lange Freude an einer üppigen Blütenpracht haben möchte, setzt auf Dauerblüher. Viele einjährige Sommerblumen blühen vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein und sorgen monatelang für lebendige Farbakzente auf Balkon, Terrasse oder im Beet. Wie der Name schon vermuten lässt, zeichnen sich Dauerblüher durch ihre besonders lange Blütezeit aus. Damit die Pflanzen den ganzen Sommer über immer neue Blüten bilden, sollten verwelkte Blüten regelmäßig entfernt werden. So stecken sie ihre Energie nicht in die Samenbildung, sondern in neue Blüten. Regelmäßiges Gießen, gelegentliches Düngen und ein sonniger Standort unterstützen die langanhaltende Blüte zusätzlich. Dauerblüher für Topf & Balkonkasten • Zauberglöckchen • Kapkörbchen • Wandelröschen • Elfenspiegel • Husarenknopf Für besonders harmonische Pflanzungen empfiehlt es sich, hohe und niedrige Pflanzen miteinander zu kombinieren. Gräser lockern das Gesamtbild zusätzlich auf und bringen Bewegung in Kübel oder Beete. Wussten Sie, dass manche Wildbienen direkt in den Blüten schlafen? Wer morgens genau hinschaut, entdeckt mit etwas Glück eine kleine Biene, die zwischen Blütenblättern übernachtet hat. NICE TO KNOW IM GARTEN IM GARTEN MEHR BLÜTEN mehr Bienen, mehr Wow! 5 Die asiatische Hornisse Neuer Jäger im Garten Die Asiatische Hornisse breitet sich seit einigen Jahren auch in Deutschland aus und wird mittlerweile in vielen Regionen beobachtet. Ursprünglich stammt sie aus Südostasien und wurde vermutlich unbeabsichtigt nach Europa eingeschleppt. So erkennen Sie die Asiatische Hornisse • Dunkler Körper mit schmalen gelben Streifen • Auffällig gelbe Beinenden • Meist etwas kleiner als die Europäische Hornisse • Baut häufig große Nester in Bäumen Als Insektenjägerin ernährt sie ihren Nachwuchs mit verschiedenen Insekten – auch Honig- und Wildbienen gehören zu ihrem Beutespektrum. Die Asiatische Hornisse unterscheidet sich nicht nur optisch von ihren heimischen Verwandten, sondern auch in der Größe ihrer Völker. Sie bildet oft deutlich größere Staaten als ihre europäische Verwandte. Dadurch steigt auch der Nahrungsbedarf eines einzelnen Nestes erheblich. Entsprechend intensiv kann die Jagd in der Umgebung ausfallen, insbesondere in der Nähe von Bienenstöcken oder blütenreichen Gärten. Fachleute beobachten deshalb aufmerksam, welche Auswirkungen die weitere Ausbreitung auf heimische Insektenbestände haben könnte. Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse dagegen kein Grund zur Sorge. Ihr Verhalten unterscheidet sich in dieser Hinsicht kaum von dem unserer heimischen Hornissenarten: Sie ist nicht angriffslustig und zeigt nur dann Abwehrverhalten, wenn sie sich unmittelbar bedroht fühlt oder ihr Nest gestört wird. Wer ausreichend Abstand hält und keine hektischen Bewegungen macht, kann die Tiere meist in Ruhe beobachten. Auch Stiche sind selten und entsprechen in ihrer Wirkung denen anderer Wespen- oder Hornissenarten. Unabhängig davon wird die Asiatische Hornisse als invasive Art aufmerksam beobachtet, da sie das bestehende ökologische Gleichgewicht beeinflussen kann. Besonders Wildbienen, die ohnehin durch Lebensraumverlust und Nahrungsmangel unter Druck stehen, könnten zusätzlich belastet werden. Was tun bei einer Sichtung? • Beobachtung möglichst fotografieren • Fund über die zuständige Meldestelle des Bundeslandes melden • Nester niemals selbst entfernen • Bei Unsicherheit Experten zur Bestimmung hinzuziehen Das bedeutet jedoch nicht, dass sofortiger Handlungsbedarf im eigenen Garten besteht. Vielmehr geht es um einen bewussten Umgang mit Beobachtungen. Gemeldete Sichtungen helfen Fachleuten, die Ausbreitung der Art besser zu dokumentieren und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Ein naturnah gestalteter Garten bleibt weiterhin der beste Beitrag zum Schutz heimischer Insekten. Blütenvielfalt, Nisthilfen und der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel stärken die Populationen von Wild- und Honigbienen und helfen, das ökologische Gleichgewicht zu stabilisieren. ASIATISCHE HORNISSE EUROPÄISCHE HORNISSE

6 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 KATEGORIE OUTDOOR-MÖBEL & PFLANZEN IM STYLE-MIX Wohnen endet heute längst nicht mehr an der Terrassentür. Terrasse, Balkon und Garten verwandeln sich immer mehr in gemütliche Wohlfühlorte, an denen Entspannung, Genuss und gemeinsame Zeit im Mittelpunkt stehen. Bequeme Outdoor-Möbel, warme Lichtquellen und harmonisch abgestimmte Pflanzen schaffen eine wohnliche Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Dabei geht es längst nicht mehr nur um klassische Gartenmöbel. Gefragt sind durchdachte Wohnkonzepte für draußen, bei denen Möbel, Pflanzen und Accessoires harmonisch miteinander kombiniert werden. Erst das Zusammenspiel verschiedener Materialien, Farben und Pflanzen sorgt dafür, dass sich ein Außenbereich wie ein echtes Wohnzimmer im Grünen anfühlt. MÖBEL GEBEN DEN STIL VOR Outdoor-Möbel bilden dabei die Grundlage jeder Gestaltung. Sie bestimmen nicht nur, wie bequem ein Außenbereich ist, sondern prägen auch seinen Charakter. Natürliche Materialien wie Holz oder Rattan wirken warm und einladend, während Metall oder Aluminium moderne Akzente setzen. Wer verschiedene Materialien miteinander kombiniert, schafft einen spannenden Look, ohne dass der Außenbereich unruhig wirkt. Auch die Nutzung spielt bei der Auswahl eine wichtige Rolle. Auf großen Terrassen stehen häufig großzügige LoungeBereiche im Mittelpunkt, die zum Lesen, Entspannen oder Zusammensitzen einladen. Kleinere Balkone profitieren dagegen von platzsparenden Lösungen wie kompakten Sitzgruppen oder klappbaren Möbeln. Flexible Elemente wie Hocker, Beistelltische oder modulare Loungemöbel lassen sich je nach Anlass unkompliziert umstellen und schaffen zusätzlichen Komfort. PFLANZEN ALS GESTALTUNGSELEMENT Ebenso wichtig wie die Möbel sind Pflanzen. Sie bringen Farbe, Struktur und Lebendigkeit in den Außenbereich und verbinden die einzelnen Gestaltungselemente zu einem stimmigen Gesamtbild. Große Kübelpflanzen schaffen Höhe und können einzelne Bereiche optisch voneinander abgrenzen. Gräser lockern klare Linien auf und bringen Bewegung in die Gestaltung, während blühende Pflanzen gezielt Akzente setzen. Besonders harmonisch wirkt ein Außenbereich, wenn Pflanzen in unterschiedlichen Höhen eingesetzt werden. Hohe Solitärpflanzen bilden einen natürlichen Rahmen, mittelhohe Stauden sorgen für Fülle und niedrigere Pflanzen verbinden die einzelnen Bereiche miteinander. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Gesamtbild, das selbst kleineren Flächen mehr Tiefe verleiht. Auch die Wahl der Pflanzgefäße beeinflusst die Wirkung. Schlichte Kübel unterstreichen moderne Gestaltungen, während Terrakotta-Töpfe mediterrane Akzente setzen. Werden Pflanzen und Gefäße bewusst auf Möbel und Materialien abgestimmt, entsteht ein Look, der wie aus einem Guss wirkt. WELCHER STIL PASST ZU IHNEN? Nicht jede Pflanze passt zu jedem Möbelstil. Wer Möbel und Pflanzen bewusst kombiniert, schafft ein stimmiges Gesamtbild. MEDITERRANES URLAUBSGEFÜHL Warme Holzmöbel, Terrakotta-Töpfe und natürliche Materialien bilden die perfekte Grundlage für einen mediterranen Look. Dazu passen Olivenbäume, Lavendel, Rosmarin oder Zitronenbäumchen. Die Kombination erinnert an sonnige Urlaubstage und bringt südländisches Flair auf Balkon oder Terrasse. MODERN UND REDUZIERT Klare Linien, Loungemöbel in Anthrazit oder Schwarz und schlichte Pflanzgefäße wirken besonders modern. Passend dazu sorgen Gräser, Bambus oder formschöne Solitärpflanzen für Struktur. Wenige, dafür größere Pflanzen schaffen Ruhe und unterstreichen die klare Gestaltung. Garten wird Fotos: Adobe Stock (4) Gemütlichkeit braucht nicht viel Platz. Auch kleine Balkone oder Terrassen lassen sich gemütlich gestalten. Mit platzsparenden Möbeln, Pflanzen in unterschiedlichen Höhen und warmen Lichtakzenten können selbst auf kleinem Raum gemütliche Wohlfühlorte entstehen. UNSER TIPP NATÜRLICH UND LEBENDIG Holzmöbel, warme Naturtöne und eine lockere Bepflanzung wirken besonders einladend. Kräuter, Hortensien, Stauden oder Ziergräser schaffen eine entspannte Atmosphäre und lassen den Außenbereich lebendig wirken. Unterschiedliche Pflanzenhöhen sorgen zusätzlich für Abwechslung. LICHT MACHT ATMOSPHÄRE Die richtige Beleuchtung spielt beim Outdoor-Wohngefühl ebenfalls eine entscheidende Rolle. Warmes Licht sorgt für Ruhe und Gemütlichkeit und macht den Garten auch am Abend zu einem Ort zum Entspannen. Besonders beliebt sind Lichterketten, Laternen oder indirekte Lichtakzente zwischen Pflanzen und Möbeln. Dabei wirken mehrere kleine Lichtquellen oft wohnlicher als eine einzelne große Lampe. Werden Wege, Sitzbereiche oder einzelne Pflanzen gezielt in Szene gesetzt, entstehen abwechslungsreiche Lichtbilder, die den Außenbereich auch nach Sonnenuntergang attraktiv wirken lassen. 7 Wohnzimmer WOHNEN & DEKORIEREN

KATEGORIE KATEGORIE DER BOHO-LOOK: ENTSPANNT & ECHT Boho wirkt nie perfekt – und genau das macht ihn so besonders. Warme Naturtöne, weiche Stoffe, kleine Unregelmäßigkeiten. Ein Kissen mit feiner Struktur neben einem mit grobem Gewebe, Fransen, die nicht ganz gleichmäßig fallen, Muster, die nicht zu laut sind. Typisch sind: sanfte Farben wie Sand, Creme oder Terrakotta natürliche Materialien wie Leinen und Baumwolle Details wie Stickereien oder Fransen Es geht nicht um Abstimmung. Es geht um Gefühl. Die Schönheit liegt in der individuellen Gestaltung und spiegelt die eigene Persönlichkeit wider BITTE GANZ NATÜRLICH UND OHNE STRENGE REGELN Fotos: magnific (3), Landgard (1), KI-generiert (4) WOHNEN & DEKORIEREN BOHO-FEELING unter freiem Himmel SO WIRD DEIN AUSSENBEREICH ZUM LIEBLINGSPLATZ Es ist dieser Moment am späten Nachmittag. Die Sonne steht tiefer, das Licht wird weicher, und plötzlich wirkt selbst die einfache Terrasse anders. Ein Kissen im Rücken, vielleicht noch ein zweites am Boden – und plötzlich fühlt sich alles genau richtig an. Draußen wird jetzt nicht mehr nur gesessen. Es wird gewohnt. WARUM OUTDOOR-KISSEN ALLES VERÄNDERN Es braucht oft nicht viel. Ein paar Kissen reichen, um aus einer nüchternen Fläche einen Ort zu machen, der zum Verweilen einlädt. Sie nehmen den Möbeln die Härte, bringen Farbe ins Spiel und schaffen genau diese Mischung aus Ruhe und Lebendigkeit. Heute leicht und hell, morgen wärmer und erdiger – so lässt sich der Außenbereich mit wenigen Handgriffen neu gestalten. Gerade im Boho-Stil sind sie mehr als Accessoires. Sie sind das Zentrum. SO ENTSTEHT DIESE LÄSSIGE ATMOSPHÄRE Ein Kissen, dann noch eins. Vielleicht noch ein drittes. Und plötzlich passt es. Der Unterschied liegt nicht in der Menge, sondern in der Art, wie kombiniert wird. Große Kissen unten, kleinere locker davor. Nichts exakt ausgerichtet. Alles wirkt, als wäre es genau so gewachsen. Der Außenbereich soll nicht aussehen wie ein Katalog. Sondern wie ein Ort, der benutzt wird. KLEINE DIY-IDEEN MIT GROSSER WIRKUNG Am schönsten wird es, wenn nicht alles neu ist. Ein schlichter Bezug bekommt durch Farbe plötzlich Tiefe. Ein paar Fransen verändern die Wirkung komplett. Alte Stoffe, die eine Geschichte haben, werden zu neuen Lieblingsstücken. Es muss nicht perfekt sein. Gerade das Unregelmäßige gibt dem Ganzen seinen Charakter. WENN ALLES ZUSAMMENKOMMT Erst im Zusammenspiel entsteht dieser typische Boho-Moment. Ein Teppich unter den Füßen, warmes Holz, Pflanzen in Terrakotta-Töpfen. Vielleicht flackert am Abend ein Licht, während die Kissen noch die Wärme des Tages speichern. Dann ist es nicht mehr einfach nur draußen. Sondern ein Ort zum Ankommen und Wohlfühlen. UND GENAU DARUM GEHT ES Man braucht keinen großen Plan. Keine komplette Umgestaltung.Manchmal reicht ein Kissen. Und noch eins. Und plötzlich bleibt man einfach sitzen. Warme Erdtöne, strukturierte Stoffe und feine Blüten schaffen eine Atmosphäre, die gleichzeitig gemütlich und leicht wirkt. Gerade das Zusammenspiel verschiedener Materialien macht den Boho-Look so lebendig und einladend. 9 8 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 NATÜRLICH SCHÖN KOMBINIERT MEDITERRANES FLAIR IM KÜBEL Olivenbäume verleihen Balkon und Terrasse ein südliches Ambiente. Sie lassen sich hervorragend im Kübel kultivieren und überzeugen durch ihre robuste, widerstandsfähige Art. TIPP: Ein Terracotta-Topf verleiht das passende Boho-Feeling. WOHNEN & DEKORIEREN

11 KATEGORIE 1 BLUMENERDE MIT TON Blumenerde mit Ton eignet sich ideal für Balkonpflanzen, Blumenbeete und Kübelpflanzen. Durch den enthaltenen Ton kann Wasser besonders gut gespeichert und bei Bedarf wieder an die Pflanzen abgegeben werden. Gleichzeitig werden Nährstoffe länger gebunden, wodurch die Pflanzen gleichmäßig versorgt werden. Das sorgt für kräftiges Wachstum, intensive Blütenfarben und eine längere Blühdauer – besonders an warmen Sommertagen ein großer Vorteil. 2 PFLANZERDE MIT TON Pflanzerde mit Ton bietet optimale Voraussetzungen für Stauden, Gehölze, Hecken und größere Pflanzungen im Garten. Die stabile Struktur verbessert die Wasser- und Nährstoffspeicherung und unterstützt eine gesunde Wurzelentwicklung. Dank ihrer lockeren Zusammensetzung bleibt der Boden gut durchlüftet und verhindert Staunässe. Besonders nach dem Einpflanzen hilft sie den Pflanzen dabei, schnell anzuwachsen und sich dauerhaft gesund zu entwickeln. 3 BIO ERDE TORFFREI Torffreie Bio Erde steht für nachhaltiges und umweltbewusstes Gärtnern. Sie wird ohne Torf hergestellt und schont dadurch wertvolle Moorlandschaften und das Klima. Hochwertige natürliche Rohstoffe sorgen dennoch für eine lockere Struktur, gute Wasserspeicherung und eine zuverlässige Nährstoffversorgung. Die Erde eignet sich hervorragend für Blumen, Gemüse und Kräuter und unterstützt ein gesundes Pflanzenwachstum auf natürliche Weise. 4 KRÄUTER- & AUSSAATERDE Kräuter- & Aussaaterde ist speziell auf die Bedürfnisse empfindlicher Jungpflanzen und Kräuter abgestimmt. Die feine, lockere Struktur erleichtert das Anwachsen und fördert eine schnelle Keimung von Samen. Gleichzeitig enthält die Erde nur eine moderate Menge an Nährstoffen, damit junge Pflanzen kräftige Wurzeln entwickeln können. Ideal für die Anzucht auf der Fensterbank, im Gewächshaus oder im Hochbeet. 5 TOMATENERDE TORFFREI Tomatenerde torffrei wurde speziell für stark zehrende Gemüsepflanzen wie Tomaten, Paprika oder Gurken entwickelt. Die nährstoffreiche Zusammensetzung unterstützt ein gesundes Wachstum sowie die Ausbildung aromatischer Früchte. Gleichzeitig sorgt die lockere Struktur für eine gute Durchlüftung der Wurzeln und eine gleichmäßige Wasserversorgung. Durch den Verzicht auf Torf ist die Erde zudem besonders nachhaltig und umweltschonend. ERDE IM TOPF – WARUM KÜBELPFLANZEN BESONDERE ANSPRÜCHE HABEN Während Gartenpflanzen ihre Wurzeln weit ausbreiten können, steht Kübel- und Balkonpflanzen nur ein begrenzter Wurzelraum zur Verfügung. Deshalb kommt der richtigen Erde im Topf eine besondere Bedeutung zu. Sie muss nicht nur Nährstoffe liefern, sondern auch Wasser speichern und gleichzeitig für ausreichend Luft an den Wurzeln sorgen. WARUM GARTENERDE IM TOPF KEINE GUTE WAHL IST Was im Beet funktioniert, kann im Pflanzgefäß schnell zum Problem werden. Gartenerde ist oft zu schwer und verdichtet sich im Topf mit der Zeit. Dadurch kann überschüssiges Wasser schlechter ablaufen, während die Wurzeln nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Staunässe und Wurzelfäule sind häufig die Folge. Spezielle Pflanz- oder Kübelpflanzenerden sind dagegen so zusammengesetzt, dass sie eine lockere Struktur behalten und die Wurzeln optimal versorgen. DIE RICHTIGE ERDE FÜR JEDE PFLANZE Nicht jede Pflanze hat die gleichen Ansprüche. Während mediterrane Kräuter eher durchlässige Substrate bevorzugen, benötigen Balkonblumen und viele Kübelpflanzen eine Erde mit guter Wasser- und Nährstoffspeicherung. Bewährte Spezialerden sind beispielsweise: • Blumenerde für Balkonkästen und Sommerblumen • Kräutererde für mediterrane Pflanzen • Tomaten- und Gemüseerde für Naschbalkone • Rhododendron- oder Hortensienerde für kalkempfindliche Arten DRAINAGE NICHT VERGESSEN Besonders bei großen Kübeln ist eine Drainageschicht sinnvoll. Blähton, Kies oder Tonscherben am Topfboden verhindern, dass sich Wasser staut. Wichtig ist außerdem, dass das Pflanzgefäß über ausreichend Abzugslöcher verfügt. WANN SOLLTE ERDE AUSGETAUSCHT WERDEN? Mit der Zeit verbrauchen Pflanzen die enthaltenen Nährstoffe, außerdem verdichtet sich das Substrat. Balkonkästen und stark zehrende Kübelpflanzen profitieren deshalb von frischer Erde zu Beginn jeder Gartensaison. Bei größeren Kübelpflanzen genügt es oft, die obere Erdschicht auszutauschen und bei Bedarf nachzudüngen. Spätestens alle zwei bis drei Jahre sollte jedoch ein vollständiges Umtopfen erfolgen. 10 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 Tonanteile verbessern die Wasser- und Nährstoffspeicherung. Kräuter benötigen meist nährstoffärmere Erde als Blühpflanzen oder Gemüse. Tomaten bevorzugen lockere, nährstoffreiche und gut durchlüftete Erde. Die richtige Erde kann die Blüh- und Ernteergebnisse deutlich verbessern. NICE TO KNOW Ob blühende Beete, kräftige Gemüsepflanzen oder dauerhaft gesunde Kübelpflanzen – die passende Erde bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Garten. Denn Erde ist weit mehr als nur „Dreck“: Sie versorgt Pflanzen mit Nährstoffen, speichert Wasser, sorgt für Stabilität und schafft die besten Bedingungen für ein gesundes Wurzelwachstum. Doch Erde ist nicht gleich Erde. Je nach Pflanze und Einsatzbereich gibt es große Unterschiede in Zusammensetzung, Struktur und Nährstoffgehalt. Während Blumen- und Pflanzerden besonders vielseitig einsetzbar sind, bieten Spezialerden – etwa für Rosen, Gemüse, Rhododendren oder Kräuter – gezielte Vorteile für bestimmte Pflanzenarten. Auch torffreie und nachhaltige Erden gewinnen zunehmend an Bedeutung und überzeugen durch Umweltfreundlichkeit sowie hohe Qualität. Ob Garten, Balkon oder Terrasse – die richtige Erde bildet die Grundlage für gesundes Pflanzenwachstum. Der folgende Überblick zeigt, welche Erden erhältlich sind, worin ihre Besonderheiten liegen und welche Vorteile die unterschiedlichen Mischungen bieten. DIE RICHTIGE ERDE – die Grundlage für gesundes Wachstum WELCHER BODENTYP STECKT IN IHREM GARTEN Ob Pflanzen gut wachsen, Wasser gespeichert wird oder Nährstoffe verfügbar sind, hängt maßgeblich von der Bodenbeschaffenheit ab. Mit einem einfachen Handtest lässt sich schnell feststellen, ob der Gartenboden überwiegend sandig, lehmig oder humos ist. So funktioniert der Bodentest: Nehmen Sie eine Handvoll leicht feuchte Erde und versuchen Sie, daraus eine Kugel oder eine kleine Rolle zu formen. • Sandiger Boden lässt sich kaum formen und zerfällt sofort wieder. Er speichert Wasser nur schlecht, erwärmt sich dafür aber schnell. • Lehmiger Boden fühlt sich geschmeidig an und lässt sich gut zu einer Rolle formen. Er kann Wasser und Nährstoffe besonders gut speichern und gilt als idealer Gartenboden. • Humoser Boden ist dunkel, krümelig und locker. Er enthält viel organische Substanz und bietet optimale Bedingungen für Bodenlebewesen und Pflanzenwurzeln. Was bedeutet das für die Gartenpflege? Sandige Böden profitieren von Kompost oder hochwertiger Pflanzerde, die die Wasserspeicherung verbessert. Schwere, lehmige Böden können durch Sand und organisches Material aufgelockert werden. Humose Böden sollten regelmäßig mit Kompost versorgt werden, um ihre Fruchtbarkeit langfristig zu erhalten. Extra-Tipp: Nach Regen verrät der Boden viel über seine Beschaffenheit: Bleiben Pfützen stehen, ist er oft verdichtet oder lehmig. Versickert das Wasser schnell, weist das auf einen hohen Sandanteil hin. DIY TIPP Patzer Erden GmbH Erdenwerk Tantau 1 2 3 4 5 Fotos: AdobeStock (1), magnific (1), NBB egesa Gartencenter GmbH (5) GARTENPFLEGE

SELBSTVERSORGER Tomaten vom Strauch naschen, schnell noch eine Zucchini ernten und dazu ein paar Paprika aus dem Hochbeet – manchmal reicht schon ein kurzer Gang in den Garten oder auf den Balkon, um die wichtigsten Zutaten fürs Abendessen zusammenzuhaben. Genau das macht den Reiz von selbst angebautem Gemüse aus: Es ist frisch, unkompliziert und landet ohne lange Wege direkt auf dem Teller. Besonders Tomaten, Zucchini und Paprika gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten im eigenen Anbau. Sie lassen sich vielseitig verwenden, liefern im Sommer oft reichlich Ernte und machen aus wenigen Pflanzen schnell ein kleines Selbstversorger-Projekt. Tomaten gehören dabei zu den absoluten Klassikern. Sie lieben Sonne und Wärme und fühlen sich an geschützten Plätzen besonders wohl – egal ob im Beet, Gewächshaus oder großen Topf auf dem Balkon. Wer regelmäßig gießt und die Pflanzen stützt, kann sich oft über viele Wochen frische Früchte freuen. Und kaum etwas schmeckt mehr nach Sommer als eine warme Tomate direkt von der Pflanze. Zucchini sind dagegen echte Erntewunder. Schon eine oder zwei Pflanzen reichen oft aus, um den ganzen Sommer über immer wieder frisches Gemüse ernten zu können. Sie brauchen etwas Platz, nährstoffreiche Erde und regelmäßige Wassergaben, wachsen dafür aber angenehm unkompliziert. Besonders aromatisch bleiben die Früchte, wenn sie eher klein geerntet werden. Paprika brauchen zwar etwas mehr Geduld, belohnen die Mühe dafür aber mit kräftigen Farben und süßem Aroma. An sonnigen, warmen Standorten entwickeln sich die Pflanzen besonders gut. Wer sie gleichmäßig gießt und auf nährstoffreiche Erde achtet, kann sich schon bald über knackige Früchte freuen. Das Beste daran: Aus der eigenen Ernte entstehen oft die einfachsten und gleichzeitig leckersten Gerichte. Und manchmal reicht tatsächlich ein kurzer Gang in den Garten oder auf den Balkon, um die wichtigsten Zutaten für das Abendessen zusammenzupflücken. 3 Kräuter - 30 Rezepte AROMEN, DIE ALLES ÄNDERN Drei Kräuter, drei Charaktere, unzählige Möglichkeiten: Basilikum bringt Frische, Rosmarin Tiefe und Minze Leichtigkeit in Küche und Garten. Wer sie richtig einsetzt, verwandelt mit wenig Aufwand alltägliche Gerichte in echte Aromahighlights. Frisch geerntet aus Beet oder Topf verleihen sie Salaten, Ofengerichten, Dips oder Getränken sofort eine neue Richtung. Basilikum sorgt für mediterrane Frische, Rosmarin für würzige Tiefe und Minze für leichte Sommeraromen. Oft reichen schon ein paar Blätter oder Zweige aus, um einfache Gerichte deutlich aromatischer wirken zu lassen. Fotos: AdobeStock (5), ChatGPT (1), Panthermedia (1), magnific (1) 12 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 Tomate, Zucchini, Paprika Pflück dir dein Abendessen DREI DINGE, DIE MAN SICH MERKEN SOLLTE 1 Fruchtgemüse liebt mindestens sechs Stunden Sonne täglich. 2 Kompost ist kein Extra – sondern das Fundament. 3 Regelmäßiges Ernten regt die Pflanze zu neuer Fruchtbildung an. Kleine Steckbriefe BASILIKUM Basilikum ist der Inbegriff des Sommers: weich, aromatisch und leicht süßlich-pfeffrig im Geschmack. Vor allem in der mediterranen Küche gehört das Kraut zu den absoluten Klassikern und passt hervorragend zu Pasta, Pizza, Tomaten, Zucchini und frischen Dips. Damit sein feines Aroma erhalten bleibt, sollte Basilikum möglichst roh verwendet oder erst kurz vor dem Servieren zu warmen Speisen gegeben werden. Rezeptideen: 1 Basilikum-Pesto zu Pasta oder frischem Brot 2 TomatenMozzarella mit Basilikum 3 Tomatensuppe mit Basilikum 4 Pasta mit einer Zitronen-Basilikum-Sauce 5 Zucchini-Spaghetti mit Knoblauch und Basilikum 6 Erdbeer-Basilikum-Eistee 7 Pizzafladen mit Basilikum und frischen Tomaten 8 Wassermelone mit Feta und Basilikum 9 Bruschetta mit Tomaten und Basilikum 10 Kräuterbutter mit Basilikum ROSMARIN Mit seinem intensiven, würzigen Aroma bringt Rosmarin sofort mediterranes Flair in die Küche. Das robuste Kraut eignet sich besonders für deftige Gerichte und passt hervorragend zu Fleisch und Fisch, Kartoffeln oder Ofengemüse. Im Garten liebt Rosmarin sonnige, eher trockene Plätze und darf in der Küche – anders als viele zarte Kräuter – problemlos mitgaren. Da Rosmarin hitzebeständig ist, kann sich sein kräftiges Aroma beim Kochen und Braten besonders gut entfalten. Rezeptideen: 11 Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen 12 Rosmarinöl für Gemüse oder Brot 13 Focaccia mit Rosmarin und Meersalz 14 Grillpfirsiche mit Honig und Rosmarin 15 Zitronen-Rosmarin-Salz 16 Rosmarin-Spaghetti 17 Ziegenkäse mit Rosmarin und Honig 18 Rosmarin-Hähnchen aus dem Ofen 19 Rosmarin-Knoblauch-Marinade 20 Rosmarin-Parmesan-Popcorn GRÜNE MINZE Kaum ein Kraut wirkt so erfrischend wie Grüne Minze. Ihr leicht süßlicher, angenehm kühler Geschmack passt besonders gut zu sommerlichen Getränken, frischen Salaten oder leichten Dips. Schon wenige Blätter verleihen Speisen und Getränken eine frische Note. Damit ihr feines Aroma erhalten bleibt, sollte Grüne Minze möglichst frisch verwendet und erst kurz vor dem Servieren ergänzt werden. Rezeptideen: 21 Minzjoghurt als Dip zu Gemüse oder Gegrilltem 22 Erfrischendes Zitronen-Minz-Wasser 23 Couscous-Salat mit Gurke, Zitrone und Minze 24 Gurkensalat mit Minze und Joghurt 25 Melonensalat mit Minze und Limette 26 Minzpesto zu Pasta oder Brot 27 Omelett mit Ricotta und Minze 28 Minzdressing für Sommersalate 29 Erbsen-MinzeSuppe 30 Spaghetti mit Lachs und Zitronen-Minz-Soße AROMA-TIPP Kräuter am besten am Vormittag ernten, wenn der Tau abgetrocknet ist und die Blätter besonders aromatisch sind. Zarte Kräuter wie Basilikum oder Minze kommen idealerweise erst kurz vor dem Servieren ins Gericht, während robuste Sorten wie Rosmarin auch beim Mitgaren Geschmack abgeben. SELBSTVERSORGER 13 TOMATE – DIE SONNENANBETERIN Die Tomate ist die Diva mit Herz. Sie liebt geschützte, warme Plätze und möchte bitte nicht von oben gegossen werden – Regen auf den Blättern? Nein, danke. STANDORT: Sonnig & warm BESONDERHEIT: Liefert über Wochen frische Früchte IDEAL FÜR: Pasta, Salate, Bruschetta & Snacks TIPP: Regelmäßig ausgeizen, damit die Kraft in die Früchte geht. Ein bisschen Disziplin zahlt sich aus! Und: Reife Früchte entwickeln ihr volles Aroma erst kurz vor der Ernte. NICE TO KNOW: Botanisch ist die Tomate tatsächlich eine Beere. Klingt süß – schmeckt auch so. PAPRIKA – DIE GEDULDIGE Paprika braucht Wärme. Und Geduld. Und noch ein bisschen Geduld. Doch dann leuchten ihre Früchte wie kleine Laternen im Beet. STANDORT: Warm, sonnig & geschützt BESONDERHEIT: Braucht Geduld, belohnt dafür mit süßem Aroma PASST ZU: Grillgerichten, Salaten & mediterraner Küche TIPP:Die erste Blüte entfernen – das fördert eine kräftigere Pflanze und mehr Ertrag. Mit zunehmender Reife wird das Aroma meist süßer und intensiver. NICE TO KNOW: Grüne Paprika sind einfach unreif geerntete Früchte. Mit Zeit werden sie süßer und aromatischer. ZUCCHINI – DIE UNAUFHALTSAME Ein einziges Pflänzchen reicht oft völlig aus. Wirklich. Zucchini sind produktiv wie ein kleines Kraftwerk. STANDORT: Sonnig mit nährstoffreicher Erde BESONDERHEIT: Sehr ertragreich – oft reicht schon eine Pflanze PASST ZU: Gemüsepfannen, Grillgerichten & Ofengemüse TIPP: Jung ernten, solange die Früchte noch zart sind. Sonst werden sie schnell… sagen wir: beeindruckend groß. NICE TO KNOW: Auch die Blüten sind essbar – gefüllt und gebacken ein echtes Sommerhighlight.

14 15 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 WOHNEN & DEKORIEREN KLICKFLIESEN VERLEGEN Ein grauer Betonboden muss nicht bleiben, wie er ist. Mit Holz-Klickfliesen verwandeln Sie Ihren Balkon schnell und unkompliziert in eine gemütliche Wohlfühloase. Sie benötigen: 1 Holz-Klickfliesen für den Außenbereich 2 Zollstock oder Maßband 3 Säge für Randstücke 4 Besen und Reinigungstuch So geht‘s: 1 Balkonboden gründlich reinigen. 2 In einer Ecke beginnen und die Klickfliesen Reihe für Reihe verbinden. 3 Auf festen Sitz und eine gleichmäßige Ausrichtung achten. 4 Randstücke ausmessen und bei Bedarf zuschneiden. 5 Die Fläche abschließend kontrollieren. Das Ergebnis: In kurzer Zeit entsteht eine wohnliche Holzfläche mit natürlichem Charme. Mit Pflanzen und gemütlichen Sitzgelegenheiten wird der Balkon zum Outdoor-Wohnzimmer. 60 MINUTEN MAKE-OVER VOM GELÄNDER ZUR WOHLFÜHLOASE Nicht jeder verfügt über einen großen Garten oder eine weitläufige Terrasse. Doch auch Ihr Balkon kann mit wenigen Handgriffen zu einem echten Lieblingsplatz werden. Oft benötigen Sie dafür weder ein großes Budget noch einen ganzen Arbeitstag. Schon innerhalb einer Stunde können Sie aus einem eher nüchternen Außenbereich eine gemütliche Wohlfühloase gestalten, die zum Entspannen, Lesen oder Genießen lauer Sommerabende einlädt. 3 4 2 Anzeige Gerade im Sommer benötigen Balkonpflanzen eine regelmäßige Wasserversorgung. Wer tagsüber unterwegs ist oder seinen Urlaub entspannt genießen möchte, steht dabei oft vor der Frage: Wer kümmert sich um die Pflanzen? Eine praktische Lösung bietet die vollautomatische Blumenkastenbewässerung von GARDENA. Das System versorgt Blumenkästen automatisch mit Wasser und funktioniert unabhängig von einem Wasserhahn. Stattdessen kann die Bewässerung beispielsweise über eine Regentonne oder ein anderes Wasserreservoir erfolgen. Damit eignet sich das System besonders für Balkone, Dachterrassen oder andere Bereiche ohne direkten Wasseranschluss. Dank integrierter Pumpe und vorgefertigter Bewässerungsprogramme wird die Wasserversorgung automatisch gesteuert. Insgesamt stehen 14 Programme zur Verfügung, sodass die Bewässerung an die Bedürfnisse verschiedener Pflanzen angepasst werden kann. Das Komplettset enthält bereits alle wichtigen Komponenten für die Installation und ist schnell einsatzbereit. Besonders praktisch: Die automatische Steuerung übernimmt das Gießen zuverlässig auch während längerer Abwesenheiten. So bleiben Blumen, Kräuter und Balkonpflanzen selbst an heißen Sommertagen optimal versorgt. Die Lösung eignet sich für Blumenkästen mit einer Gesamtlänge von bis zu sechs Metern. UNSER FAZIT Wer seinen Balkon pflegeleicht gestalten und gleichzeitig die Wasserversorgung seiner Pflanzen sicherstellen möchte, findet in einer automatischen Bewässerung eine komfortable Unterstützung. Vor allem für Berufstätige, Vielreisende oder Hobbygärtner mit zahlreichen Balkonpflanzen kann ein solches System den Alltag deutlich erleichtern und für entspanntes Gartenglück sorgen. CLEVER BEWÄSSERT auch ohne Wasseranschluss DER ERSTE EINDRUCK ZÄHLT Der Blick auf kahle Geländer, graue Wände oder ungenutzte Ecken wirkt selten einladend. Genau hier setzt das schnelle Balkon-Make-over an. Befreien Sie Ihren Balkon zunächst von überflüssigen Gegenständen und fegen Sie ihn kurz durch. Bereits ein aufgeräumter Außenbereich wirkt größer, freundlicher und einladender. Anschließend rückt das Geländer in den Mittelpunkt. Es bietet die perfekte Grundlage, um innerhalb weniger Minuten mehr Atmosphäre zu schaffen. Sichtschutzmatten aus Naturmaterialien, dekorative Stoffbahnen oder moderne Balkonbespannungen verleihen Ihrem Balkon sofort mehr Gemütlichkeit und schützen gleichzeitig vor neugierigen Blicken. 1 MIT PFLANZEN LEBENDIGE AKZENTE SETZEN Kein Balkon wirkt ohne Pflanzen wirklich wohnlich. Für ein schnelles Ergebnis eignen sich besonders bereits vorgezogene Balkonpflanzen. Blumenkästen am Geländer lassen sich unkompliziert befestigen und sorgen sofort für Farbe und Leben auf Ihrem Balkon. Besonders beliebt sind: • Geranien für leuchtende Farbakzente • Petunien mit üppiger Blütenpracht • L avendel für mediterranes Flair und angenehmen Duft • K räuter wie Rosmarin, Thymian oder Basilikum für Ihre kleine Outdoor-Küche Wenn Sie verschiedene Pflanzenhöhen miteinander kombinieren, schaffen Sie zusätzlich Tiefe und Struktur – selbst auf kleinem Raum. So entsteht im Handumdrehen ein lebendiges, abwechslungsreiches Gesamtbild, das Ihren Balkon deutlich einladender wirken lässt. 2 GEMÜTLICHKEIT DURCH TEXTILIEN Textilien gehören zu den schnellsten Verwandlungskünstlern auf Balkon und Terrasse. Mit einem Outdoor-Teppich, einigen wetterfesten Kissen oder einer weichen Decke verwandeln Sie selbst einfache Sitzmöbel im Handumdrehen in eine komfortable Lounge-Ecke. Dabei gilt: Wenige, aufeinander abgestimmte Farben wirken meist harmonischer als eine Vielzahl unterschiedlicher Muster. Naturtöne, sanfte Grüntöne oder mediterrane Blau-Nuancen schaffen eine entspannte Atmosphäre und verleihen Ihrem Balkon eine besonders einladende Ausstrahlung. Mit den passenden Textilien setzen Sie nicht nur stilvolle Akzente, sondern sorgen auch für zusätzlichen Komfort – ideal, um entspannte Stunden im Freien zu genießen. 3 LICHT SORGT FÜR STIMMUNG Sobald die Sonne untergeht, entscheidet die Beleuchtung über die Wirkung Ihres Außenbereichs. Besonders praktisch sind solarbetriebene Lichterketten oder LED-Laternen. Diese lassen sich ohne großen Aufwand an Geländern, Pflanzgefäßen oder Wänden befestigen und erzeugen sofort eine warme, einladende Atmosphäre. Mit geschickt platzierten Lichtquellen setzen Sie stimmungsvolle Akzente und verleihen Ihrem Balkon auch in den Abendstunden einen besonderen Charme. Besonders schön wirken mehrere kleine Lichtinseln, die den Außenbereich sanft in Szene setzen. Wenn Sie zusätzlich Kerzen oder Windlichter aufstellen, schaffen Sie ein besonders gemütliches Ambiente für lange Sommerabende und entspannte Stunden unter freiem Himmel. 4 DIE LETZTEN MINUTEN: PERSÖNLICHE DETAILS Zum Abschluss verleihen kleine Dekoelemente Ihrem Balkon eine individuelle Note. Ein schönes Tablett für Getränke, ein dekorativer Übertopf oder ein kleines Wasserspiel machen den Unterschied zwischen einem funktionalen Außenbereich und Ihrem ganz persönlichen Rückzugsort. Mit wenigen ausgewählten Accessoires setzen Sie gezielte Akzente und schaffen eine Atmosphäre, die Ihre Persönlichkeit widerspiegelt. Oft sind es gerade die kleinen Details, die einen Balkon besonders wohnlich und einladend wirken lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Aus einem schlichten Balkon wird innerhalb von nur 60 Minuten ein grünes Wohnzimmer unter freiem Himmel – perfekt, um abzuschalten, die Seele baumeln zu lassen und neue Energie zu tanken. FAZIT Ein Balkon-Make-over muss weder aufwendig noch teuer sein. Mit etwas Ordnung, ausgewählten Pflanzen, gemütlichen Textilien und stimmungsvoller Beleuchtung schaffen Sie in kürzester Zeit eine Wohlfühloase, die den Sommer direkt vor Ihre Haustür bringt. Oft reichen bereits 60 Minuten aus, um aus einem schlichten Balkon einen Ort zum Entspannen, Genießen und Verweilen zu machen. WOHNEN & DEKORIEREN DIY TIPP LEUCHTENDE WINDLICHTER AUS EINMACHGLÄSERN Selbstgemachte Windlichter sorgen auf Balkon, Terrasse oder im Garten für eine gemütliche Abendstimmung. Das benötigen Sie: 1 Einmach- oder Marmeladengläser 2 LED-Lichterketten 3 Juteband oder Naturkordel 4 Schere So geht‘s: 1 Gläser reinigen und Etiketten entfernen. 2 Batteriebetriebene LED-Lichterketten in die Gläser legen. 3 Juteband in mehreren Lagen um den Glasrand binden. 4 Kordel als Aufhängung befestigen. 5 Die Gläser aufhängen und beleuchten. Extra-Tipp: Mit Blumenampeln oder Kräutertöpfen kombiniert entsteht eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Das Ergebnis: Die leuchtenden Gläser spenden warmes Licht und setzen dekorative Akzente im Außenbereich. Fotos: AdobeStock (5) 1

17 MINZ-PESTO Zutaten • 50 g frische grüne Minze • 30 g geröstete Mandeln/Pinienkerne • 50 g geriebener Parmesan • 1 Knoblauchzehe • ca. 80 ml Olivenöl • Saft einer halben Zitrone • Salz und Pfeffer Zubereitung Die Minzblätter waschen und trocken tupfen. Gemeinsam mit Mandeln, Parmesan und Knoblauch in einen Mixer oder Mörser geben. Nach und nach das Olivenöl hinzufügen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Zum Schluss mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. SELBSTVERSORGER Worauf haben wir heute Lust? Auf einen knackigen Blattsalat mit Kirschtomaten? Auf würzigen Rucola zum Pesto-Brot? Oder vielleicht auf ein paar frische Kräuter als Topping für das Abendessen? Mit einer Salatbar am Balkongeländer ist der Weg zur Zutat denkbar kurz – ein Griff genügt. Statt ganze Salatköpfe zu kaufen, wird einfach geerntet, was gerade benötigt wird – Blatt für Blatt, Kräuterzweig für Kräuterzweig. Dafür braucht es weder einen großen Garten noch ein Hochbeet. Schon wenige Balkonkästen reichen aus, um auf kleinstem Raum eine erstaunlich vielseitige Erntequelle zu schaffen. Das Besondere daran: Eine Salatbar am Balkongeländer liefert nicht nur eine einzige Ernte. Viele Salate wachsen nach dem Schnitt immer wieder nach und können über Wochen hinweg beerntet werden. So wird aus einem schmalen Balkonkasten ein kleiner Vorrat an frischen Zutaten, der spontane Ideen in der Küche möglich macht. PLATZSPAREND, PRAKTISCH UND IMMER IN REICHWEITE Balkonkästen nutzen eine Fläche, die oft ungenutzt bleibt. Während Töpfe und Kübel wertvollen Platz beanspruchen, wächst die Salatbar direkt am Geländer. Das spart Raum und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Pflanzen bequem erreichbar sind. Auch die Pflege wird einfacher. Die Pflanzen befinden sich auf angenehmer Höhe und können ohne Bücken gegossen, gepflegt und geerntet werden. Gleichzeitig sind sie für Schnecken deutlich schwerer erreichbar als im Beet. Gerade junge Salatpflanzen profitieren davon. Ein weiterer Vorteil: Wer seine Ernte täglich vor Augen hat, nutzt sie meist auch häufiger. Aus einer spontanen Idee wird schnell eine kleine Gewohnheit. Statt Salatköpfe im Kühlschrank zu lagern, werden die benötigten Blätter direkt vor dem Essen geerntet – frischer geht es kaum. DIE RICHTIGE MISCHUNG FÜR MEHR VIELFALT Eine abwechslungsreiche Salatbar lebt von unterschiedlichen Blattformen, Farben und Geschmacksrichtungen. Statt nur eine Sorte anzubauen, lohnt sich die Kombination verschiedener Pflanzen. Pflücksalate wie Lollo Rosso, Eichblattsalat oder Batavia bilden die Grundlage. Anders als klassische Kopfsalate wachsen sie nicht zu einem festen Kopf heran, sondern bilden fortlaufend neue Blätter. Dadurch eignen sie sich hervorragend für die wiederholte Ernte. Für etwas mehr Würze sorgt Rucola. Sein leicht nussiges und angenehm scharfes Aroma passt zu Salaten, Pasta oder einfach auf ein frisches Brot. Wer gerne experimentiert, kann zusätzlich Asia-Salate wie Mizuna oder Red Giant integrieren. Ihre feinwürzige Note bringt Abwechslung in die Schüssel. Auch essbare Blüten bereichern die Salatbar. Kapuzinerkresse beispielsweise überzeugt nicht nur durch ihre leuchtenden Blüten, sondern auch durch ihren leicht pfeffrigen Geschmack. So entsteht ganz nebenbei ein kleiner Hingucker auf dem Teller. Zwischen Pflücksalat, Rucola und essbaren Blüten findet sich dabei oft auch noch Platz für einige Kräuter. So entsteht auf kleinstem Raum eine vielseitige Erntequelle, die den ganzen Sommer über frische Zutaten liefert – für Salate, Brotzeiten und viele weitere Genussmomente aus der eigenen Ernte. SO HOLEN SIE MEHR ERTRAG AUS IHRER SALATBAR Nicht die Größe des Balkonkastens entscheidet über die Erntemenge, sondern oft die richtige Erntetechnik. Der wichtigste Grundsatz lautet: immer von außen nach innen ernten. Statt die gesamte Pflanze abzuschneiden, werden nur die äußeren Blätter entfernt. Das Herz der Pflanze bleibt erhalten und bildet kontinuierlich neue Blätter nach. Dadurch verlängert sich die Erntezeit erheblich. Ebenso wichtig ist regelmäßiges Ernten. Wer häufig kleine Mengen schneidet, fördert das Wachstum vieler Salate. Werden die Pflanzen dagegen lange sich selbst überlassen, schießen sie schneller in die Höhe und bilden Blüten. Die Blätter werden dann oft zäher und verlieren an Geschmack. Ein weiterer Trick für eine lange Erntesaison ist das sogenannte Staffel-Säen. Werden alle zwei bis drei Wochen einige neue Samen ausgesät, stehen immer Pflanzen in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zur Verfügung. Während die ersten Salate bereits auf dem Teller landen, wächst die nächste Generation bereits nach. DER BESTE ZEITPUNKT FÜR DIE ERNTE Salate und Kräuter schmecken nicht zu jeder Tageszeit gleich. Besonders knackig sind die Blätter am Morgen. Zu dieser Zeit enthalten sie viel Feuchtigkeit und bleiben nach der Ernte länger frisch. Wer direkt vor dem Verzehr erntet, profitiert von maximalem Aroma und spart sich lange Lagerzeiten im Kühlschrank. Gerade bei Rucola oder Kräutern ist der geschmackliche Unterschied oft deutlich spürbar. PROFI-TIPP Für die Ernte besser eine scharfe Schere nutzen statt die Blätter abzureißen. Saubere Schnitte schonen die Pflanze und fördern einen gleichmäßigen Neuaustrieb. Die größte Stärke einer Salatbar am Balkongeländer liegt nicht in der Menge der Ernte, sondern in ihrer Alltagstauglichkeit. Schon wenige Kästen reichen aus, um über viele Wochen hinweg frische Zutaten in Griffhöhe wachsen zu lassen. Anzeige Es pufft, knallt, zischt, duftet, knistert und blubbert – das stellen Sie sich doch vor, wenn Sie „verrückte Küche“ hören, oder etwa nicht? Und ganz ehrlich: Bei den Kreationen von Blu ist das gar nicht so abwegig. Im Beet wächst, was den Gaumen verwöhnt. Dabei achten die Jungs von Blu darauf, dass alle Kräuter in Bioland-Qualität produziert werden. Nicht umsonst heißt es: „Wenns von BLU ist, ist es essbar!“ Jetzt aber ab in die Verrückte Küche! GAUMENKITZEL DELUXE Prickelknöpfe (Pilanthes oleraces) Lust auf ein Geschmacksexperiment? Erst harmlos, dann prickelt’s auf der Zunge, die Schärfe tanzt und süß, sauer, salzig wechseln sich ab. Als würde Brausepulver unter Strom stehen! Verwendung:Perfekt als essbare Deko für Cocktails und Desserts oder fein geschnitten im Salat. Der Clou: Nach dem Kauen sorgt die Blüte für ein kurzes Kribbeln und eine leichte Betäubung im Mund. In manchen Regionen sogar als natürliches Mittel gegen Zahnschmerzen genutzt! VERRÜCKTE KÜCHE Aber bitte Bio! 20-30 cm DIE POWERKNOLLE AUS DEN ANDEN Maca (Lepidium peruvianum) Maca steckt voller Power! Bekannt als „Anden-Ginseng“, fördert sie die Durchblutung und kann hormonelle Prozesse beeinflussen – ein natürliches Energie-Boosting für Körper und Geist. Verwendung: Die Blätter schmecken intensiv nach Kresse und peppen Salate, Quark oder Brot auf. Die Wurzel kann frisch verzehrt oder getrocknet und zu Pulver verarbeitet werden – ideal für Smoothies und Müsli. Perfekt für alle, die einen natürlichen Energieschub suchen! MITTELMEER-FEELING FÜR DIE KÜCHE Olivenkraut (Santolina viridis) Duftet nach Oliven, schmeckt nach Rosmarin und Bohnenkraut – Olivenkraut ist das Mittelmeer auf dem Teller! Schon die Römer wussten, wie gut dieses Kraut ist. Verwendung: Feine Nadelblättchen verfeinern Salatdressings, Tomatengerichte, Pasta und Pesto. Auch zu Käse, Fisch und Fleisch passt es perfekt. Kurz gesagt: Passt überall da, wo Oliven gut ankommen – nur frischer und raffinierter! SHOP.BLU-BLUMEN.DE 40-50 cm Salatbar am Balkongeländer - ERNTE AUF GRIFFHÖHE Pflücksalate gehören zu den „Cut-and-Come-Again-Pflanzen“. Das bedeutet: Nach der Ernte wachsen neue Blätter nach. Je nach Sorte und Pflege kann dieselbe Pflanze über viele Wochen hinweg mehrfach beerntet werden. NICE TO KNOW DREI KRÄUTER, DREI CHARAKTERE BASILIKUM – IL CLASSICO Kaum ein Kraut wird so eng mit Pesto verbunden wie Basilikum. Sein weiches, leicht süßlich-pfeffriges Aroma bildet die Grundlage des traditionellen Pesto Genovese. Frisch geerntete Blätter, gutes Olivenöl, Parmesan und geröstete Kerne ergeben eine Kombination, die seit Generationen begeistert. Eine kleine Anekdote erzählt, dass ligurische Familien ihr Pesto früher oft direkt vor dem Essen im Mörser zubereiteten. Jede Familie hatte dabei ihr eigenes Verhältnis von Basilikum, Knoblauch und Käse – ein gut gehütetes Geheimnis, das von Generation zu Generation weitergegeben wurde. PETERSILIE – DER UNTERSCHÄTZTE ALLROUNDER Während Basilikum häufig im Mittelpunkt steht, wächst Petersilie oft eher unauffällig im Hintergrund. Dabei eignet sie sich hervorragend für ein würziges, frisches Pesto. Besonders in Kombination mit Walnüssen oder Mandeln entsteht eine kräftige Variante, die hervorragend zu Ofenkartoffeln, Grillgemüse oder Brot passt. Gerade auf Gartenpartys sorgt Petersilien-Pesto oft für Überraschungen. Viele Gäste greifen zunächst zum bekannten Basilikum-Pesto und entdecken erst später ihren neuen Favoriten. MINZE – DIE ÜBERRASCHUNG Wer Minze nur aus Tee oder Sommerdrinks kennt, wird überrascht sein. Als Pesto bringt sie eine frische, leicht süßliche Note mit und passt hervorragend zu Couscous, Fladenbrot, gegrilltem Gemüse oder sogar zu Wassermelone und Feta. Vor allem an warmen Sommerabenden sorgt Minz-Pesto für „extra frischen“ Gesprächsstoff am Tisch – und genau das macht eine gelungene Gartenparty aus. 10-20 cm Mit Winterschutz SELBSTVERSORGER 16 LASS MAL GRÜN MACHEN 2/26 Denkt man heutzutage an Pesto, erscheint erscheint sofort ein großer Teller Pasta vor dem geis- dem geistigen Auge. Dabei begann die Geschichte Geschichte des grünen Klassikers lange bevor er mit den ersten Spaghetti vermischt wurde. Seine Wurzeln finden sich in der italienischen Region Ligurien, wo frische Kräuter, Öl, Knoblauch und Nüsse traditionell im Mörser zerstoßen wurden. Der Name leitet sich vom italienischen Wort pestare ab – „zerstampfen“ oder „zerdrücken“. Aus wenigen einfachen Zutaten entstand so eine sehr aromatische Würzpaste – bis heute ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Mediterranen Küche. Wir holen uns das Pesto aus der Küche in den Garten. Gerade im Sommer, wenn Kräuter üppig wachsen und Grillabende länger werden, bietet eine Pesto-Party die perfekte Gelegenheit, Ernte, Genuss und gesellige Stunden miteinander zu verbinden. Schon wenige Töpfe mit Kräutern reichen aus, um eine Vielfalt auf den Tisch zu bringen. Spannend wird es, wenn nicht nur der Klassiker Basilikum zum Einsatz kommt, sondern verschiedene Kräuter ihre eigenen Aromen beisteuern. PESTO-GARTEN-PARTY Frisch gerührt, bitte sehr! Fotos: AdobeStock (3), magnific (1), KI-generierte Bilder (1)

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